Feuchter Keller, woran es wirklich liegt

Ein feuchter Keller hat fast immer eine von fünf Ursachen: aufsteigende Feuchte aus dem Boden, seitlich eindringendes Wasser, drückendes Grundwasser, Kondenswasser aus der Raumluft oder Salze, die Feuchtigkeit aus der Luft ziehen. Welche es ist, erkennt man am Schadensbild. Erst danach steht fest, was zu tun ist.

In 60 Sekunden anfragen

Schritt 2 von 4, gewählt: Kellerabdichtung

Wie eilig ist es?

Die fünf Ursachen und ihr Schadensbild

Jede Ursache hinterlässt ein eigenes Muster an der Wand. Wer das Muster liest, weiß meist schon, in welche Richtung es geht.

  • Aufsteigende Feuchte: ein waagerechter Rand in ungefähr gleicher Höhe rundum, oft mit weißem Salzsaum darüber. Ganzjährig, unabhängig vom Wetter.
  • Seitlich eindringendes Wasser: dunkle Flecken auf einer Wandseite, stärker nach Regen, oft an der Bergseite oder unter der Kellertreppe.
  • Drückendes Grundwasser: Wasser tritt an der Wand-Boden-Fuge oder aus der Bodenplatte aus, manchmal nur bei hohem Grundwasserstand.
  • Kondenswasser: feuchte Flächen im Sommer, glänzend statt dunkel, am stärksten an der kältesten Wand. Verschwindet im Winter.
  • Hygroskopische Feuchte: die Wand ist fleckig feucht ohne Wasserquelle. Salze im Mauerwerk ziehen Wasser aus der Luft.

Wann sich zwei Ursachen überlagern

In alten Häusern liegt selten nur eine Ursache vor. Eine undichte Außenwand durchfeuchtet das Mauerwerk, die Feuchte transportiert Salze, und die Salze halten die Wand danach feucht, obwohl von außen längst nichts mehr nachläuft.

Deshalb wird eine Wand, die nach einer Abdichtung noch feucht bleibt, nicht automatisch falsch abgedichtet. Genauso oft steckt Salz im Putz, und dann hilft kein weiterer Anstrich, sondern ein Sanierputz.

Was wir vor Ort machen

Wir sehen uns den Keller an, messen die Feuchte im Mauerwerk und schauen, wie hoch sie steht und wie sie verteilt ist. Dazu kommt der Blick nach draußen: Gefälle, Fallrohre, Lichtschächte, Kellertreppe.

  • Feuchtemessung an mehreren Stellen, nicht nur an der auffälligsten
  • Höhe und Verlauf des Feuchtebandes aufnehmen
  • Salzränder und Putzschäden erfassen
  • Außenseite prüfen: wohin läuft das Wasser vom Dach und von der Fläche

Wann Sie uns nicht brauchen

  • Die Wand ist nur nach dem Duschen oder Wäschetrocknen feucht und nach zwei Stunden wieder trocken. Das ist Lüftungsverhalten, kein Abdichtungsfall.
  • Im Sommer beschlägt die kalte Kellerwand, wenn das Fenster tagsüber offen steht. Dann hilft, nachts oder früh morgens zu lüften, und sonst nichts.
  • Ein einzelner feuchter Fleck direkt an einem Rohr: das ist ein Fall für den Sanitärbetrieb, erst danach für uns.

Häufige Fragen

  • Kann ich die Ursache selbst feststellen?

    Die Richtung ja: Höhe und Verlauf des Feuchtebandes, der Zusammenhang mit Regen und die Jahreszeit sagen schon viel. Sicher wird es erst mit einer Messung, weil eine Wand nach außen trocken aussehen kann, während im Mauerwerk noch Wasser steht.

  • Hilft es, die Wand einfach zu streichen?

    Nein. Farbe hält das Wasser nicht auf, sie verdeckt es nur. Meist drückt die Feuchte den Anstrich nach einigen Monaten wieder ab, und in der Zwischenzeit trocknet die Wand schlechter als vorher.

  • Muss immer gegraben werden?

    Nein. Gegen aufsteigende Feuchte hilft eine Horizontalsperre ohne Aushub. Gegen seitlich eindringendes Wasser ist die Abdichtung von außen die gründlichere Lösung, von innen wird gearbeitet, wenn außen kein Zugang besteht.

Ihr Fall sieht anders aus? Wir sehen ihn uns an.

Firmentransporter in den Vali-Farben mit Logo und Wellengrafik, geparkt in einer sonnigen Straße einer deutschen Stadt

Schauen wir es uns an.

+49 1573 6105945
WhatsAppMo–Fr 7–18 Uhr · Sa 9–14 Uhr
AnrufenWhatsApp